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Broadband Fixed Wireless Access

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Was ist BFWA?

BFWA ist die Abkürzung für Broadband Fixed Wireless Access. BFWA steht für breitbandige, ortsfeste Funkstrecken, mit denen beispielsweise von einem Netzknoten ausgehend Verbindungen mit dem Internet für andere Teilnehmer zur Verfügung gestellt werden können. Die Frequenzen wurden im Rahmen einer Allgemeinzuteilung bereitgestellt. BFWA funkt im Frequenzbereich von 5.755 MHz bis 5.875 MHz.

Was ist der Vorteil von BFWA?

In Deutschland ist die zulässige maximale Sendeleistung für Outdoor WLAN-Richtfunksysteme im 5 GHz-Band auf 1 Watt beschränkt. Im Rahmen von BFWA steigt diese maximale Sendeleistung auf 4 Watt an, vervierfacht sich also. Damit ist es möglich, mit denselben Systemen deutlich größere Distanzen als ohne BFWA zu überbrücken. Insbesondere bei 54 Mbit/s WLAN-Systemen bringt BFWA deutliche Reichweitenverbesserungen.

Darf BFWA von jedem genutzt werden?

Nein. Die Bundesnetzagentur hat die Nutzung von BFWA genau eingegrenzt. Ziel des Standards ist es, den Breitbandausbau im ländlichen Raum zu fördern. Als Folge dessen darf BFWA nur kommerziell genutzt werden – also durch Provider, die über Richtfunk Internet-Dienste zur Verfügung stellen. Eine sonstige gewerbliche Nutzung – zum Beispiel zur Standortvernetzung innerhalb eines Unternehmens - ist nicht zulässig.

Ist BFWA genehmigungspflichtig?

Nein. Allerdings unterliegen die Anbieter einer Meldepflicht gemäß § 6 des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Gemeldet werden müssen Aufnahme, Änderung und Beendigung des Betriebs. Das entsprechende Formular können Sie hier herunterladen.

Ist BFWA lizenz- und kostenpflichtig?

Nein, im Gegensatz zu beispielsweise UMTS müssen für BFWA keine Lizenzen erworben werden, folglich fallen auch keine Kosten an. Die Freigabe der Frequenzen erfolgte in Allgemeinzuteilung.

Was muss beim Betrieb von BFWA sonst noch beachtet werden?

BFWA funkt im 5,8 GHz-Band. Das 5 GHz-Frequenzband wird jedoch auch von anderen Funkanwendungen genutzt, beispielsweise den Positionsradaren von Flughäfen oder im militärischen Umfeld. Damit diese übergeordneten Systeme durch das WLAN nicht gestört werden, müssen WLAN-Installationen im 5 GHz-Band automatisch und schnellstmöglich den verwendeten Kanal freigeben, wenn sie dort ein Radarsignal bemerken. Dazu ist die Einhaltung der europaweit gültigen Norm ETSI EN 301 893, auch DFS (Dynamic Frequency Selection) genannt, verbindlich. Alle LANCOM Geräte, die im 5 GHz-Band funken können, sind standardkonform und überprüfen ständig ihre Trägerfrequenz auf Störungen durch Radar. Ebenso verbindlich ist die Nutzung von TPC (Transmission Power Control) zur Steuerung der gesendeten Leistung.

Wie wirkt sich DFS auf den Betrieb einer Funkstrecke
im 5 GHz-Band aus?

Gemäß DFS muss der Access Point beim Start einer WLAN Funkzelle alle Kanäle auf die Anwesenheit von Radarsystemen überprüfen. Für diese Überprüfung ist ein Zeitraum von einer Minute vorgeschrieben, in der die Funkzelle noch nicht genutzt werden kann. Als Ergebnis liegt dem Access Point eine Liste von radarfreien Kanälen vor, die für 24 Stunden Ihre Gültigkeit behält. Der bestmögliche Kanal dieser Liste wird für den Betrieb ausgewählt. Zur Laufzeit wird der aktuelle Kanal kontinuierlich auf Radarfreiheit überwacht. Wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Radarsystem aktiv, muss der Kanal unverzüglich freigeben werden. Hierfür wählt der Access Point den nächst besten als frei markierten Kanal aus, teilt den anstehenden Wechsel den Teilnehmern der Funkzelle mit und führt den Kanalwechsel durch. Der aktuell ausgewählte Kanal kann beliebig lange weiter genutzt werden, wenn keine Radarerkennungen auftreten. Soll das System auf einen Kanalwechsel ohne Zeitverzug reagieren können, muss die Überprüfung nach spätestens 24 Stunden inkl. einer Minute Unterbrechung wiederholt werden.

Unterstützt LANCOM BFWA?

Ja. Außerdem achtet LANCOM darauf, dass ein gesetzeskonformer Betrieb im 5 GHz-Band unter Berücksichtigung der DFS-Vorgaben möglich ist. Daher unterstützt LANCOM mit der LCOS Version 8.0 die seit dem 1. Juli 2010 aktuell geltende Version 1.5.1 der ETSI EN 301 893. Konkret stellen wir passende Software für alle Access Points auf Basis von 802.11n sowie für alle aktuellen 54 Mbit/s Access Points (Stand Juli 2010) zur Verfügung. Bei älteren Access Points ist die Unterstützung abhängig vom Chipsatz. Schauen Sie z. B. über den LANmonitor (Systeminformationen/Schnittstellen/WLAN) nach, ob in Ihrem Gerät bereits der AR-5414 verbaut ist. Ist dies der Fall, unterstützt Ihr WLAN-Router/WLAN-Access Point BFWA unter Berücksichtigung von DFS.

 

 

 

 

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